Tag Archives: TV-Dokumentationen

Das Baden-Württembergische Keltenjahr in den Medien

Der SWR widmet den August und den September dem Baden-Württembergischen Keltenjahr.

Im Fernsehen werden verschiedenste Dokumentationen gezeigt.

So am Montag, den 27. August den Film „Die Schätze der Kelten – Suchen und Finden im Keltenjahr“ um 18.15 Uhr.

Im Hörfunk Werden in de Woche vom 3. bis 9. September täglich Liveberichte von bedeutenden Fundorten gesendet.

Mehr Informationen:

http://www.swr.de/kelten/-/id=10026112/11m4urw/index.html

TV-Tipp: Das Bayerische Jahrtausend

Heute um 22 Uhr startet im Bayerischen Fernsehen die Serie “Das Bayerische Jahrtausend” mit der Folge “Endzeitstimmung im Mittelalter” über Bamberg.

In jeder Folge wird ein anderes Jahrhundert am Beispiel einer Bayerischen Stadt dargestellt.

Mehr Infos Br.de

Es ist viel passiert in letzter Zeit.
Das wichtigste ist sicherlich, dass das Forum wieder online ist.
Es wird noch einige Anpassungen geben, aber ich hoffe, dass wir in eine frohe Zukunft steuern.
Und das zweitwichtigste ist, dass die Terra X-Folge auf Arte ausgestrahlt wurde.
Wer’s verpasst hat kanns am kommenden Sonntag um 13 Uhr nochmal reinschauen.
Natürlich hat das ganze auch eine große Diskussion nach sich gezogen.

Ich hab mich ja schonmal im Forum geäußert, aber ich denke, dass ganze bedarf einiger ergänzender Worte.
Zu erst einmal möchte ich eine Lanze brechen: ich hab schon weitaus schlimmeres gesehen. Dennoch bin ich nicht ganz glücklich.
Außerdem hat der ö.r. Rundfunk wirklich ein Problem, seine teuren Dokumentationen und den Betrieb von ARTE und 3Sat permanent zu rechtfertigen.
Aus diesem Grund werden die Dokus immer mehr “publikumsheischend”. Aber schaut man sich solche Highlight Dokus wie “Galileo Mystery” oder den “Jurassic Fight Club” an, sind dort Klassen dazwischen und immerhin leisten ARD und ZDF sich noch eigen Dokus und kaufen nicht bei BBC oder NGC oder HC ein.

Soweit dazu. Generell hatte ich mir von der Doku mehr versprochen. Wie T. Pratchett gerne sagt, handelt es sich hier mal wieder um “Kleine Lügen für Menschen”. Wir geben nur soviel angepasste Informationen wie der einfache Mensch verstehen kann. Im nächsten Schritt nähern wir uns der Wahrheit etwas mehr. (So wie bei der Erklärung des Lichts: Licht ist eine Welle… neun Licht ist Partikel… nein Licht ist weder noch oder doch beides… usw.)

Ich war allerdings wirklich über die angbl. Fakten überrascht. Aber vielleicht liegen mir nicht alle Fakten vor. So das “eine” Statue auf dem Hügel stand. Ich ging bisher von 4 Statuen aus, die höchstwahrscheinlich um den Hügel herumstanden. Dann dachte ich bisher die Leichen wurden in Kegelstumpfgruben gefunden, die in der Klause lagen und nich in einer Grube an der Stelle des Grabhüels 2. Denn dort wurde die Grube in der Computersimulation lokalisiert.
Interessant fand ich auch die Aussage, dass es möglich sei, die Plateau-Innenbesiedelung zu rekonstrueieren. Ich bin davon ausgegangen, dass auf Grund von Erossion keine Innenbebauen nachweisbar sei.
Aber vielleicht ist mein Wissensstand nicht der aktuelleste und die Fachleute hier können mich „updaten“.

Gut fand ich dagegen die Interviews mit Dr. Herrmann, Dr. Hansen und Dr. Deiss.
Ich dachte allerdings auch, dass Dr. v. Kurzinsky und Dr. Baitinger interviewt wurden. Hier hätten noch mehr fundierte Fakten das Bild erhellen können.

Ich fand es sehr unglücklich, die original Funde zu zeigen und direkt danach die ungarischen Schauspieler in extremst schlechten Rekonstruktionen. Dazu fällt mir beispielsweise der völlig falsche Schild, ein Fantasieschwert und eine Blattkrone, die aussah wie aus Gummi oder Latex ein. Ich weiß, dass meine Reko weit von „perfekt“ entfernt ist, aber immerhin die aktuell verfügbaren Publikationen als Grundlage hat.

Auch die zeit- und örtlichen Sprünge, die nicht klar wurden haben mich gestört. So meinte mein Kollege, der keine Ahnung von der Eisenzeit hat, ob der Glauberg bis Ribemont-sur-Ancre reiche und was Caesar damit zu tun habe. Das es sich hier um einen Zeitraum von 500 Jahren handelte wurde nicht wirklich deutlich.
Auch vom Glauberg auf einen gesamtkeltischen Kontext zu schliessen fand ich persönlich gewagt. Aber hier kommen wieder die „kleinen Lügen“ zum Tragen.
Ich fand gut, dass sich die Dorfszenen eindeutig von den „Fantasieszenen“ abhoben. Sowohl qualitativ als auch farblich. Und dich denke, dass war auch der Grund, warum wir so wenig vorkamen. Wir waren hell, freundlich voller Farben. Das will man aber nicht sehen. Kelten sind grausam und düster. So meiner Meinung nach auch die Gesamtaussage der Dokumentation. Und deshalb erklärt sich auch, warum meine Fürstenreko nicht vorkam: Ein weißer Leinenpanzer und eine Blattkrone aus hellem Leder… ein menschenopfernder „Druiden-Fürst“ (sic!) muss einfach anders ausgesehen haben.

Wer’s also noch nicht gesehen hat, macht sich am Besten am Sonntag ein eigenes Bild.
Un natürlich gibts im Forum auch einen Diskusionsbeitrag zu dem Thema:

Froum Gallicum – Ritualmord am Fürstenhof