Tag Archives: Krimi

Heute ist Indiebookday

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Einen Monat vor dem Welttag des Buches, findet heute der Indiebookday statt.

Mein Beitrag:

Terror auf Stiles Island von Robert B. Parker

2013-03-23 18.06.42

 

Der zweite Band der Jesse Stone Reihe wurde in diesem Jahr neu im Pendragon Verlag aufgelegt.

Jesse ist Polizeichef des Ostküstenstädchens Paradise. Seine Ex-Frau kommt als Wettermoderatorin in die Stadt. Gleichzeitig taucht ein Pärchen auf, das es auf die Reichen und Schönen abgesehen hat.

 

Dark Chamber

Nachdem ich “Der Schatten von Sankt Peter” fertig gestellt habe, machte ich mir Gedanken über Kammers weiteres Leben. Ich bin am überlegen, ob ich die Story nicht unter anderen Voraussetzungen schreiben sollte.

Ich wollte meinen Kommissar als typischen Oberhessen zeigen, der in einem relativ wohl behüteten, dörflichen Umfeld groß geworden ist. Der Plot gäbe es her, statt des “Heimatkrimi”-Settings, witzige Dialoge, skurile Typen, das Ganze in einem düstereren Licht zu schreiben.

Ich denke gerade darüber nach, ihn als vom Leben enttäuschten, der auf Grund seiner Herkunft wenig Chancen im Leben hatte und meistens die falschen ergriff. Dazu das Mysteryumfeld, politische Abgründe, usw.

Ich denke, ich werde mal eine zweite Variante schreiben. Was würdet ihr eher lesen?

 

Kahnert liest… Weißbier im Blut

Bisher waren ja meine Rezensionen in der Regel sehr positiv, doch zu diesem Buch fällt mir das schwer. Ich hab es geliehen bekommen, so dass de finanzielle Schade gering ist.

Fasst man das Buch in einem Satz zusammen, so fällt einem nur ein:

Niederbayerische Polizisten sind bierseelige Deppen.

Die Heimatkrimiwelle bringt wirklich gute Literatur hervor. Doch dieses Buch ist eher das Noargerl dieser Welle, der abgestandene Rest. Der Hauptcharakter ist ein schwerer Alkoholiker, dessen Alkoholkonsum in jeder dritten Szene des Plots aufgelistet wird. Die Nebencharaktere werden als neidige, unorganisierte Beamte dargestellt und die Psychologin ist selber ein psychologisches Wrack. Das Klischee der Bayern als primär im Wirtshaus beheimatet wird voll ausgeschöpft.

Die Grundidee der Geschichte, eine Leiche wird gefunden, die Tatwaffe ein Mähdrescher lässt auf einiges hoffen, doch leider wartet man vergebens darauf, dass Spannung entsteht. Stattdessen treten die möglichen Verdächtigen, weite Todesfälle sowie die Tschechen-Russen-Albaner-Connection, die durchaus Potential hätte, hinter das immer wiederkehrende Thema des besoffenen Antihelden zurück.

Wie die gesamte Geschichte ist auch die Idee des Antihelden im Ansatz gut, allerdings findet keine Entwicklung statt und die Gegensätze des intelligenten aber abgestumpften Polizisten werden nur angekratzt.

Eine Geschichte mit Potential. Dass sich leider nicht entfaltet.

Weißbier im Blut: Ein Kriminalroman aus dem bayerischen Unterholz von Jörg Graser

Buch auf der Verlagsseite: Langen Müller

Verlag: LangenMüller; Auflage: 1. Aufl. (21. Juni 2012)
ISBN-10: 3784433014
ISBN-13: 978-3784433011
Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 2,4 cm
Gebundene Ausgabe: 200 Seiten