Der Tod ist eine Welle

Heut ist wohl ein guter Tag etwas zu schreiben.
Wie ich darauf komme?
Als ich heute aus der U-Bahn wieder an das Tageslicht kam, viel mein erster Blick auf eine Gruppe Sanis, die gerade dabei waren einen Menschen zu reanimieren.
Was daran suo beeindruckend war, war nicht die Tatsache, dass dort ein Mensch im Sterben lag und andere sich darum bemühten ihn zu retten. Es war die Tatsache, dass wir so selten wirklich dem Tod gegenüber treten.
Das hier ist München, eine Großstadt. Es werden täglich Menschen geboren und es sterben täglich Menschen. Doch wir sind überrascht, wenn wir es mit erleben müssen.
Vielleicht auch, weil wir es nicht miterleben wollen.
Doch das Sterben ist Teil des Lebens. Alles gehört zusammen.
Wenn alles Faktoren stimmen, dann werden wir geboren. Sobald nicht mehr alle Teile vorhanden sind, endet unser Leben und wir werden zu einem anderen Teil dieses Universums.
User Leben ist vergleichbar mit einer Welle.
Die Welle existierte bereits im Meer, im Wasser. Sie hatte eine „Vor-Wellen-Existens“. Wenn alle Faktoren stimmen, dann wird sie zur Welle. Sie erhebt sich über die restlichen Partikel des Wassers. Während sie besteht verändert sie sich. Erst ist Gekräusel auf der Wasseroberfläche. Dann wird sie zur sanften Woge. Sie wird stärker. Sie schent das ganze mehr zu heben und zu senken. Sie richtiet sich auf. Ihre Ränder werden vom Wind zerzaust. Irgendwann stürzt sie und bricht um wieder im Gross des Meeres einzugehen. Dann hat sie den Status der „Nach-Wellen-Existenz“ erreicht. Sie ist nicht weg aber auch nicht mehr da.

So ähnlich ergeht es uns auch. Doch wir möchten es nicht sehen und tuen alles dafür, dass wir an dieser Existens festhalten.
Ja, das Leben macht Spass und ich hoffe, dass es sehr lange dauert. Aber wir sollten uns nicht davor verschliessen, dass dieser Zustand sich irgendwann ändert. Das gehört dazu. Es macht uns Angst und lässt uns unsere Jetzt erleben und geniessen.
Auch wenn es manchmal alles andere als genussvoll ist.

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